Hallo Headhunter*in,
da es anscheinend üblich ist als Anrede das persönliche Du zu verwenden, mache ich das jetzt auch. Alle anderen mögen bitte eine adHoc-Transformation ins förmliche Sie beim Lesen durchführen.
Wenn Du einen Link auf diese Seite bekomme hast, dann treffen meist eine der folgenden Bedingungen zu (oder auch gerne alle):
- Mein Profil wurde nur grob gescannt
- Keine inhaltliche Auseinandersetzung zu meinen Skills
- Reines Keyword-Matching
- Standard-Text-Blöcke
- Ich habe gerade einen neuen Job
Alles heißt: Du hast Dich nicht genug oder überhaupt nicht mit meinem Profil beschäftigt. Wahrscheinlich ist wieder kurz vor Quartals-Ende? Und vielfach erhalte ich Anfragen, kurz nachdem ich meinen Job gewechselt habe. Guckt bitte mal in meinen Lebenslauf, dafür habe ich ihn gepflegt. Mal ehrlich: Warum sollte ich in meiner Probezeit wechseln? Oder nach 12 oder 24 Monaten? Stell Dir bitte die Frage „Ist der vorliegende Kandidat ein Nach-dem-Kalender-Wechsler-Typ?“ Mit einem Blick in den CV sollte die Frage selbst beantwortbar sein.
Wenn wirkliches Interesse an meiner Person, dann hier gerne weiter lesen.
Ich suche keine Stelle, für die ich oder meine Familie ihre Heimat verlassen muss. Das bedeutet, wenn diese Stelle nicht in einer Stunde Weg um meinen aktuellen Wohnort herum liegt, würde für mich nur ein Remote Arbeitsplatz mit gelegentlichen Besuchen im Büro infrage kommen. Ein Umzug würde dafür sorgen, das sich meine Frau ebenfalls eine neue unbefristete Stelle suchen muss und meine Kinder eine gute Schule in der Nähe brauchen. Außerdem benötigen wir eine bezahlbare Bleibe mit guter Infrastruktur und öffentlichen Verkehrsmitteln sowie weiteren Anforderungen. Eine Fernbeziehung bzw. Wochend-Papa ist für mich eigentlich kaum vorstellbar. Ein Umzug muss da schon sehr lukrativ sein, um andere familiären Bände zu verlängern.
Werde ich pendeln müssen, würde ich es begrüßen, wenn das Unternehmen sich zumindest daran beteiligt. Ebenfalls muss ich so flexibel sein, dass ich bei Krankheit oder sonstigen Umständen von zu Hause arbeiten kann. Die letzte bzw. aktuelle Pandemie hat es gezeigt, dass sogar monatelanges HomeOffice möglich sein muss (und damit meine ich kein mobiles Arbeiten!), das schließt einen Laptop, zwei Bildschirme und höhenverstellbaren Schreibtisch ein – zu Hause; im Büro gehe ich davon aus. Auf Großraumbüros habe ich keine Lust mehr; die aktuelle Pandemie zeigt es gerade: aus gesundheitlichen Gründen keine gute Idee. Auch habe ich mir in der Pandemie 100%-Remote-Work angewöhnt und finde es ganz wunderbar. (Work-Live-Balance) Weiterhin möchte ich nicht dazu genötigt werden, bis übermorgen aktuelle Unterlagen einzureichen – erfahrungsgemäß steckt da nur der Quartals-Abschluss-Druck von dir oder der HR-Abteilung dahinter – Rückmeldungen gab es leider vielfach von Kolleg*Innen aus deiner Branche nicht. Ich habe nichts dagegen Bereitschaft zu übernehmen, aber das sollte nicht als selbstverständlich angesehen werden. Hier sollte es faire und transparente Regeln zu geben und es muss sich auch finanziell bemerkbar machen.
Schlussendlich sollte die finanzielle Seite passen. Die aktuelle Rahmenbedingungen, wie auch Wochenarbeitsstunden und die tariflichen Sicherheiten meines Arbeitgebers sind kein Geheimnis und recherchierbar.
Prinzipiell habe ich immer Interesse daran von neuen Herausforderungen zu hören - aber du solltest etwas wissen. Erst wenn das alles matched und die aktuelle unbefristete Stelle übertrifft, dann freue ich mich ab einem Plus von 20% beim Salär über weitere Details.
Mit freundlichen Grüßen
Rainer Rose